Le Royal Mansour, Marrakesch: 6-Sterne-Luxusurlaub in Marokko

Le Royal Mansour, Marrakesch. Oder einfach nur: wow! Auf unserer Weltreise scheibchenweise haben wir schon viel gesehen. Von einfachsten Herbergen bis hin zu Luxustempeln. Aber so ein „Hotel“ ist uns noch nirgendwo untergekommen. Sechs Sterne bietet das Le Royal Mansour in Marrakesch, Marokko. Und ganz sicher – auch die verwöhntesten Erwartungen werden hier nicht erfüllt. Sie werden übertroffen.


Ein Wahnsinn, was der marokkanische König Mohammed VI. hier mit über 300 Millionen Euro auf 3,5 Hektar hat zaubern lassen. An die alte Stadtmauer von Marrakesch schmiegt sich eine der nobelsten Herbergen der Welt. Hier wohnt man nicht in einem Zimmer oder einer Suite. Ein ganzes Riad steht jedem Gast zur Verfügung. Ein Riad ist ein marokkanisches Haus mit einem Innenhof und Springbrunnen in der Mitte. Drei Etagen hat so ein Riad im „Le Royal Mansour“. Hamam, Sauna und Swimmingpool inklusive. Von der privaten Dachterrasse kann man den Hohen Atlas sehen. Jeder Wunsch wird dem Gast von den Augen abgelesen – denn die Riads im Royal Mansour verfügen jeweils über einen Butler. 53 Einheiten bietet die gesamte Anlage – Platz für rund 200 Gäste.

Rezeption im le Royal Mansour, Marrakesch

Luxus hat einen neuen Namen: Le Royal Mansour

Der Security-Mann lächelt freundlich, als er das Tor für unser Taxi aufschiebt. Es ist bereits nach Sonnenuntergang als wir die endlos lange Einfahrt des Royal Mansour hochfahren. Die Anlage ist hübsch beleuchtet. Schon von außen wirkt es wie ein Palast, nicht wie ein Hotel. Ab dem ersten Schritt über die Schwelle ist von nun an immer ein unsichtbarer Geist um uns. Jeder Wunsch wird erkannt, bevor man ihn zu Ende gedacht hat. So wie der erste: wir wollen alles sehen. „Ich zeige Ihnen gern die Räume“, lächelt der freundliche Marokkaner im tadellosen schwarzen Anzug ungefragt. Wir folgen durch das unfassbar pompöse Patio des Hauptgebäudes ins Innere des 6-Sterne-Palastes.

Kinnlade hoch, muss man sich immer wieder selbst zwingen. Von allen Seiten des Innenhofes gehen wunderschöne Räumlichkeiten ab. Die Rezeption ist als solche nicht zu erkennen. Wie ein überdimensioniertes Wohnzimmer mit üppigem Blumengesteck mutet der Empfang an. Überall werden wir von freundlichen Bediensteten lächelnd willkommen geheißen. Unsere Führung durch 1001 Nacht geht weiter. „Dreieinhalb Jahre Bauzeit,“ lächelt unser diskreter Guide. „Nur die besten Materialien, Handwerker aus ganz Marokko haben mitgearbeitet.“ Die Wände sind übersäht mit Intarsien, alles Handarbeit, versteht sich. Einen Innenhof weiter staunen wir über einen gigantischen orientalischen Kronleuchter. „Echtes Silber.“

Le Royal Mansour.Drei Restaurants stehen den Gästen zur Verfügung. „La Table Restaurant“ mit mediterrane Küche, „La Grand Table Marocaine“ mit Spezialitäten des Landes. Und – traditionelle marokkanische Küche und das „La Grand Table Francaise“ des französischen 3-Sterne-Kochs Yannick Alleno. Dieses Restaurant sei das Beste Afrikas, heißt es bei internationalen Kritikern. Hier werden wir heute speisen. Doch zuvor geht es weiter mit der Führung.

Verrückterweise fühlt sich die Umgebung nicht kalt an. Natürlich geizt der „Royal Mansour“-Palast nicht mit seinen Reizen. Im Gegenteil. Aber dennoch kann man sich tatsächlich wohl fühlen. Zum Beispiel in der Piano Bar mit seinen Straußenleder-Garnituren und den handgeschnitzten Zedernholz-Wänden. Kaum haben wir uns für den Aperitif gesetzt, gleitet der Pianospieler herein und zaubert sanfte Klänge in den Raum. Den Cocktail „Royal Mansour“ (was sonst) mit Champagner, frischen Himbeeren, einem Hauch Zimt und Honig in der Hand, einer kubanischen Zigarre für den Gatten warten wir entspannt auf unser Dinner.

Nikki beim Dinner im “La Grand Table Francaise” des französischen 3-Sterne-Kochs Yannick Alleno.

Nikki beim Dinner im “La Grand Table Francaise” des französischen 3-Sterne-Kochs Yannick Alleno.

Le Royal Mansour: Dinner im „La Grand Table Francaise“

Das Restaurant „La Grand Table Francaise“ im Le Royal Mansour ist ganz in Weiß gehalten. Edelstes Silberbesteck, feinstes Interieur. Wir werden gleich von vier Kellern begrüßt, die den ganzen Abend um uns bemüht sein werden. Der Service ist ebenso absolute internationale Spitzenklasse wie unser vorzügliches Degustationsmenue, die renommierten und exzellent vom befrackten Sommelier ausgesuchten Weine. So viel Luxus und Service hat natürlich auch seinen Preis. Und der ist astronomisch. Ein Besuch selbst im besten Restaurant Hamburgs ist dagegen Meditation für die Kreditkarte. Wer sich hier eine Woche wie ein König fühlen möchte, darf ohnehin keine monetären Sorgen haben – alle anderen wägen ab zwischen der Anschaffung eines fabrikneuen Kleinwagens oder dem Kurztrip ins Le Royal Mansour und der Privatinsolvenz.

Auch wir müssen einem weiteren Aufenthalt widerstehen. Einer unserer Kellner bringt uns nach diesem berauschenden Abend bis zum Tor, zeigt auf dem Weg dorthin diskret auf jede noch so kleine Stufe. Er lächelt und winkt uns nach als wir im Taxi sitzen. „For free“, grinst der Fahrer, nach dem Fahrpreis gefragt. Das Taxi ist vom Hotel bezahlt – selbstverständlich.

Auch nachdem sich das Tor in die Welt aus 1001 Nacht längst hinter uns geschlossen hat, hallt er nach, der erste Eindruck des Le Royal Mansour in Marrakesch – einfach wow…

1 Comment
  • jannina
    Februar 11, 2012

    Da bekommt man direkt Lust auf Reisen und Luxus 🙂 Danke für den tollen Artikel! Davon werde ich dann im nächsten Hostel träumen 😉

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