Privater Fingerfood-Kochkurs im Restaurant Fuh

von Donnerstag, Juli 4, 2013 0 , Permalink 112

Es muss ja nicht immer gleich ein Braten sein. Ich mag auch die filigrane Küche mit kleinen Häppchen. Also möchte ich euch von meinem privaten Fingerfood-Kochkurs im Restaurant Fuh in Hamburg berichten.
Wie es zu dieser Privatsphäre kam: Eigentlich hätte der Kurs zwei Wochenenden früher stattfinden sollen. Eigentlich… Ich wurde bei der Absage – aufgrund zu geringer Teilnehmerzahl – vergessen. Schade. Aber das kann ja mal passieren. Ich schrieb eine bedeuernde Mail und bekam ein paar Tage später eine dicke Entschuldigung für den Fauxpas. Und ein Angebot. Nämlich für einen Privat-Fingerfood-Kochkurs im Restaurant. Aber gerne doch!

Zwei Schüler, ein Koch: Fingerfood-Kochkurs

Um 12 Uhr geht es los. Fuh-Besitzer und Koch Fabian schenkt uns zur Begrüßung ein Gläschen Rhabarber-Prosecco ein. Yammi. Wir bekommen Schürzen und ein Klemmbrett mit dem Fingerfood-Menü und genug Raum für Notizen. Zuerst Hände waschen, klar. Sodann, frisch ans Werk! Toll, dass wir nicht in einen Extra-Raum für Events gebracht werden, sondern direkt in der Restaurantküche des Fuh schnibbeln, brutzeln, zubereiten dürfen.

[singlepic id=74 w=320 h=240 float=right] Es ist schon einiges vorbereitet, aber eben noch nicht alles. Ich backe die Crespello aus. Der Teig besteht aus Milch, Ei, Salz/Pfeffer und für die grüne Farbe ein wenig Grün der Frühlingszwiebeln und natürlich Petersilie. Sie werden nur von einer Seite in der Pfanne gebraten, da sie so dünn sind. Wir lassen sie erst einmal links liegen, damit sie abkühlen können und wenden uns anderen Dingen zu.

Bauernhuhnroulade in Frischhaltefolie

Die Zubereitung der Bauernhuhnroulade ist abgefahren. Sie wird nämlich in zwei Stücke Frischhaltefolie eingerollt und mit einem Zahnstocher rundherum eingepiekst. Wir garen sie in einem Wasserbad, das Wasser darf währendessen nicht mehr kochen, muss aber heiss gehalten werden.

Schnell noch die Senf-Cashewkruste für den Ziegenkäse (da ich keinen Ziegenkäse mag, bekomme ich einen milden Kuhmilchkäse) vorbereitet. Toll! Der Senf: Wir nehmen den 1024-Pixel-Senf von Senf-Pauli. Es kommt genau so viel Butter wie Cashewkerne in die Küchenmaschine. Fabian arbeitet eher frei und weniger mit exakten Mengenangaben. Er schmeckt zwischendurch eben häufiger ab. Hier wird nach und mit viel Gefühl gekocht!

Frisch und farbig: Radieschen-Relish

Da ich hier nicht auf alle zubereiteten Rezepte eingehen möchte, sei noch das Radieschen-Relish hervorgehoben. Die Farbe haut einen einfach um. Neben Radieschen kommen noch Zwiebeln in die Pfanne. Ich lass‘ es leicht vor sich hinsimmern. Als es fast fertig ist, kommt noch ein wenig von dem Gewürz Ras el Hanout dazu. Für die Säure nehmen wir Apfelsaft und auch etwas Essig. Wieder Salz und Pfeffer und weil wir so schnell sind, rühren wir das Relish kalt. Das funktioniert so: Das Relish kommt heiß in eine Metalschüssel. Diese Schüssel kommt in einer größere Schüssel mit Eiswasser. Nun rühren, rühren, rühren.

[singlepic id=68 w=320 h=240 float=left] Ursprünglich war als Dessert ein weisses Schokoladenmousse geplant, aber während wir uns hungrig plaudern fällt Fabian etwas viel Besseres ein. Kürzerhand machen wir Milchreis – wieder als Rolle mit einer herrlichen Schokofüllung. Sieht ein wenig aus wie Sushi, schmeckt aber gaaaanz anders. Damit ihr euch ein Bild davon machen könnt, hier noch das passende Foto vom fertigen Nachtisch bevor er verspeist wurde…

Das Brot wird im Fuh übrigens selbst gebacken und ist im wahrsten Sinne wärmstens zu empfehlen. Auch die Weine sind große Klasse. Wir haben sie natürlich nicht alle probiert (ja, doch, es waren genug), für jeden Geschmack ist sicherlich das Passende dabei.

Um halb sechs sind wir dann fertig mit dem Fingerfood und unserem intensiven Privatkochkurs. Es hat uns ausgezeichnet geschmeckt, wir haben viel gelernt und kommen gerne wieder ins Restaurant Fuh – dann aber, um uns bedienen zu lassen. Denn bei allem Spaß: Professionelles Kochen ist ganz schön anstrengend.

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