Garten-Tipps: Im Wechsel der Jahreszeiten

Alle Jahre wieder sagt uns der Kalender den Beginn der Jahreszeiten voraus. Doch will man wirklich wissen, ob der Frühling bald naht oder der Herbst nicht mehr weit ist, dann empfiehlt sich der Blick aus dem Fenster. Da sich Klima und Temperaturen nicht an Termine halten, ist die Natur der wahre Jahreszeitenmesser.

Das Wetter gibt den Rhythmus für Flora und Fauna vor, bestimmt den Pflanzenwuchs sowie das Fallen der Blätter. Und beeinflusst damit auch die Arbeit im Garten. Der Gärtner lebt nicht wie andere Zeitgenossen mit vier Jahreszeiten sondern mit neun. Man spricht hier von so genannten phänologischen Jahreszeiten. Damit werden die Abschnitte bezeichnet, in denen das Wachstum einer Pflanze möglich ist.

Garten-Tipps: Nicole Bralo-Dunker verrät Tipps und Tricks für einen schönen Garten im Wechsel der Jahreszeiten. Was passt zu welcher Jahreszeit...

Garten-Tipps: Nicole Bralo-Dunker verrät Tipps und Tricks für einen schönen Garten im Wechsel der Jahreszeiten. Was passt zu welcher Jahreszeit...

Die zehn Jahreszeiten der Gärtner. Zählt man den Winter der Vollständigkeit halber mit hinzu, kommt man in unseren Breitengraden sogar auf zehn Jahreszeiten: Vorfrühling, Erstfrühling, Vollfrühling, Frühsommer, Hochsommer, Spätsommer, Frühherbst, Vollherbst, Spätherbst, Winter

Was passt zu welcher Jahreszeit?

Nicht alles wächst und blüht zu jeder Zeit. Abhängig von der Witterung und der Intensität der Sonneneinstrahlung sind gewisse Pflanzen symptomatisch für eine Jahreszeit. Die einzelnen Vegetationsperioden sind meist nur von kurzer Dauer, deshalb ist es nötig vielfältig zu pflanzen, um sich in jedem Wachstumsabschnitt am Farbenspiel der Blumen und Sträucher zu erfreuen.

Vorfrühling

Im März beginnt die Pflanzenwelt sich mit aller Kraft gegen die letzten Ausläufer des Winters zu stemmen. Haselnusskätzchen und Schneeglöckchen machen in der Regel den Anfang. Außerdem blühen: Vorfrühlingskrokusse, Narzissen, Märzenbecher, der kleine Winterling und der Huflattich.

Erstfrühling

Die Nächte sind noch kalt, doch die Sonne schickt immer mehr wärmende Strahlen auf Bäume und Sträucher. Die Zeit des Erstfrühlings fällt meist in den April, der seine Anwesenheit mit Forsythien- und Kirschblüten sowie den Kätzchen der Salweide verkündet. Außerdem blühen: Buschwindröschen, frühe Gartentulpen, Löwenzahn, Sumpfdotterblumen, Schlüsselblumen und Zierquitten.

Vollfrühling

Die Pflanzenwelt ist bereit für den Sommer und Mutter Natur lässt es überall blühen und sprießen. Der Vollfrühling beginnt im Südwesten und schiebt sich dann sukzessive vom Alpenvorland über die Norddeutsche Tiefebene bis zur Nord- und Ostsee. Von Ende April bis Mitte Mai hält der Vollfrühling endgültig Einzug. Typisches Merkmal dafür ist die Apfelblüte. Außerdem blühen: Flieder, Maiglöckchen, späte Gartentulpen, Bergahorn sowie der gewöhnliche Goldregen und die Rosskastanie.

Frühsommer

In ländlichen Gegenden steht jetzt das Getreide bereits hoch und es blüht auf allen Feldern und Wiesen. In den Beeten leuchten Blumen in den prächtigsten Farben und verkünden den Frühsommer. An den länger werdenden Tagen im Juni erfreuen Rosen und die ersten Früchte Auge und Gaumen. Außerdem blühen: Rittersporn, Holunder, Staudenlupinen, Glockenblumen, Staudenphlox und blauer Eisenhut.

Blütenpracht: Im Sommer kann ein Garten in allen Farben leuchten.

Blütenpracht: Im Sommer kann ein Garten in allen Farben leuchten.

Hochsommer

Die Sommerhitze ist für viele ein Segen, für manch andere ein Fluch. Während einige Menschen die intensiven Sonnenstrahlen zu ihrem Glück ebenso brauchen wie die Früchte zur Ausbildung ihres Aromas, suchen andere den Schatten dicht belaubter Bäume, um in ihrem Schutz den Hochsommer zu genießen. Ab Juli sorgt die Hitze für zusätzliches Wachstum, jedoch auch für zunehmenden Wassermangel, der Boden und Vegetation austrocknet. Die Blühphase der Sommerlinde ist ein untrüglicher Anhaltspunkt für den Beginn der Hochsommerphase. Außerdem blühen: Sonnenhut, echter Lavendel, Petunien, Pelargonien, Fuchsien, gewöhnlicher Liguster und Wegwarte, Winterlinde und Wein.

Spätsommer

Wenn ein starker Regen oder kräftiger Sturm ganze Getreidefelder niederdrückt, dann, weil die Last der reifen Ähren für die Halme zu groß geworden ist. Höchste Zeit die Ernte einzufahren, denn der Spätsommer hat begonnen. Auch sonst ist die Natur auf dem Gipfel ihrer Produktivität. Im August sind für gewöhnlich Gemüse, Obst, Sommergerste und Winterroggen reif. Außerdem blühen: Kissenastern, Herbstanemonen, Pfaffenhütchen, Besenginster, Clematis, Portulakröschen, Purpurfetthenne und gewöhnliches Heidekraut.

Frühherbst

Der ein oder andere schöne warme Tag kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kraft der Sonne langsam nachlässt. In der Nacht sinken die Temperaturen und das kräftige Grün der Bäume und Sträucher wird etwas blasser. Der Frühherbst bereitet ab September Mensch und Tier auf die kühle Jahreszeit vor. Doch zuvor beschenkt uns Mutter Natur mit einem unerschöpflichen Füllhorn an Obst und Gemüse. Außerdem blühen: Herbstkrokusse, Gartenchrysanthemen, Herbstaster, Gladiolen, Dahlien und Studentenblumen.

Vollherbst

Ab Ende September verabschieden sich Bäume, Büsche und Sträucher mit einem farbenprächtigen Laubkleid vom Sommer, um es schließlich gänzlich abzulegen. Wenn im Oktober die gelb-grünen und orange-roten Blätter miteinander konkurrieren, dann ist es Herbst geworden. Vereinzelt bringen Herbstastern und der Herbstenzian Farbe ins Naturschauspiel. Es ist die Zeit der letzten Ernten und der Aussaaten für das kommende Jahr. Früchte und Nüsse, wie zum Beispiel Quitten, Sanddorn und Walnüsse sind nun reif. Ansonsten nutzt man die Zeit für den Rückschnitt von Gehölzen und Sträuchern und dem Pflanzen und Setzen von Frühlingsblühern.

Spätherbst

Das mittlerweile braun gefärbte Laub fällt nun zu Boden und ist das Zeichen für die letzte der phänologischen Jahreszeiten. Wenn sich im November Flora und Fauna auf den Winter einstellen, werden die letzten Ziergehölze, Knollen- und Zwiebelpflanzen in die Erde gesetzt sowie Bäume, Beete und Sträucher mit Reisig und Laub abgedeckt. Einige wenige Pflanzen und Stauden sorgen noch vereinzelt für Farbe im Garten, dafür umso kräftiger, wie etwa der Schneeball, die Heckenkirsche, der Judassilberling, die Schlehe oder die Lampionblume.

Winter

Es ist still geworden im Garten. Während die Natur sich zur Ruhe begibt, kann der Gärtner die Zeit nutzen, um sein Werkzeug zu überprüfen, Pläne für das kommende Gartenjahr zu machen und sich um die im Winterquartier befindlichen Pflanzen und Gehölze zu kümmern. Von etwa Ende November bis in den späten Februar zieht sich der Winter. Doch spätestens, wenn die Winterblüher ihre Blüten durch die Schneedecke schieben, ist der nächste Frühling nicht mehr weit. Zu den Winterblühern gehören: Schneeheide, chinesische Zaubernuss, Winterschneeball, Winterjasmin und Christrose.

Noch nicht genug gegärtnert? Hier gibt’s Tipps speziell für Kräuter auf dem Balkon.

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Filed in: Nikki News, Trends • Montag, August 24th, 2009
 

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Über mich

Nikki taucht Mein Name ist Nikki. Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt. Als leidenschaftliche Travellerin erkunde ich gemeinsam mit Michi den Planeten (Reiseberichte). Aber auch zu Hause gibt es viel zu entdecken. Einige meiner Fundstücke möchte ich hier auf meiner Webseite teilen. Viel Spaß beim Blättern und Stöbern in meiner ständig wachsenden Sammlung.